WAS IST ZEITARBEIT

Mehr zum Thema Zeitarbeit ist Leiharbeit! Der Arbeitnehmer wird von der Zeitarbeitsfirma eingestellt und von ihr an ein anderes Unternehmen verliehen. Seinen Lohn bekommt der Arbeitnehmer von der Zeitarbeitsfirma. Diese erhält dafür von dem Entleiher eine Überlassungsvergütung. Wenn das Arbeitsverhältnis endet, muss die Zeitarbeitsfirma den Leiharbeiter weiter bezahlen oder kann ihn an die nächste Firma weiterverleihen.

Woran erkenne ich eine gute Zeitarbeitsfirma?

Generell gilt: Eine gute Zeitarbeitsfirma kümmert sich um ihre Mitarbeiter. Sie bezahlt nach Tarifverträgen. Die beiden großen Arbeitgeberverbände, die solche Tarifverträge mit den Gewerkschaften abschließen, sind der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) und der Bundesverband Zeitarbeit (BZA).
Eine gute Zeitarbeitsfirma entlässt ihre Mitarbeiter zudem nicht gleich, wenn ein Auftrag beendet ist, sondern sorgt für weitere Arbeitseinsätze, hat mehrere Kunden.

Mit wem schließe ich den Arbeitsvertrag?

Arbeitgeber ist immer der Verleiher, also die Zeitarbeitsfirma. Mit ihr wird der Arbeitsvertrag geschlossen.

Wer ist mein Chef?

Leiharbeiter haben zwei Vorgesetzte. Zum einen die Führungskräfte der Zeitarbeitsfirma - sie bestimmen, an wen der Leiharbeiter ausgeliehen wird. Zum anderen die Führungskräfte des Unternehmens, bei dem man jeweils arbeitet.

Bin ich sozial abgesichert?

Ja! Ein Leiharbeiter bezahlt in Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung wie jeder anderer Arbeitnehmer ein, erhält die Arbeitgeberzuschüsse.

Was kann ich verdienen?

Das Einkommen ergibt sich aus dem Tarifvertrag. Der allerniedrigste - seriöse - Einstiegslohn liegt
im Westen bei 8,50 Euro.
Ein Facharbeiter verdient ab 9 Euro aufwärts.
Achtung: Wenn ein Mangel an bestimmten Arbeitskräften herrscht, wird auch mehr bezahlt.

Wieviel Urlaub habe ich?

Leiharbeitnehmer haben einen gesetzlichen Urlaubsanspruch wie andere Arbeitnehmer. Der Urlaub ist im Tarifvertrag geregelt. Er beträgt knapp unter fünf Wochen, steigt im zweiten Jahr auf fünf Wochen und nach fünf Jahren auf sechs Wochen pro Jahr.

Werden Überstunden bezahlt?

Ja! Überstunden müssen bezahlt werden. Ob es für die Mehrarbeit Zuschläge gibt, hängt vom jeweiligen Tarif ab.

Kann mir das Unternehmen, in dem ich arbeite, kündigen?

Nein! Arbeitgeber ist immer die Zeitarbeitsfirma (Verleiher). Nur sie kann kündigen. Der Entleiher kann vom Verleiher verlangen, dass er einen anderen Arbeitnehmer schickt. Dann muss der Verleiher für den Arbeitnehmer, der nicht erwünscht oder benötigt wird, einen neuen Entleiher suchen.
Aber: Wenn die Zeitarbeitsfirma ihren Mitarbeiter nicht mehr verleihen kann, kann sie ihm auch kündigen.

Muss ich jeden Job annehmen, der mir geboten wird?

Das kann nur im Einzelfall beantwortet werden. Wenn ein Leiharbeitnehmer als Helfer eingestellt wurde, muss er jeden Helferjob erledigen.

Kann mich die Firma, an die ich entliehen wurde, übernehmen?

Ja, der Leiharbeitnehmer kann ein festes Arbeitsverhältnis mit dem Unternehmen beginnen, an das er ausgeliehen wurde. Dazu muss er aber seinen Vertrag mit der Zeitarbeitsfirma kündigen. Vertragliche Vereinbarungen, die das ausschließen, sind unwirksam.

Von wem bekomme ich ein Zeugnis?

Das bekommt der Leiharbeitnehmer immer von seinem Arbeitgeber, der Zeitarbeitsfirma. Diese muss sich Informationen über die Leitungen des Arbeitnehmer vom Entleiher holen.

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